Erklären – Einsparen – Erzeugen: Dreiklang des Klimaschutzes am FPGZ

2012 war das 20-jährige Jubiläum des UN-Weltgipfels für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992, durch den das gesellschaftspolitische Konzept der nachhaltigen Entwicklung weltweit bekannt gemacht und durch den ein tief greifender Veränderungsprozess in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur ausgelöst wurde. Das Abschlussdokument von Rio, die Agenda 21, betont die wichtige Rolle, die den gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere auch den Kindern und Jugendlichen, zukommt. Sie sollen ihre Sichtweisen und Wünsche für die Zukunft in diesen weltweiten Suchprozess nach einem Weg zu einer nachhaltigen Lebensweise einbringen. Welcher Ort wäre besser geeignet als Schule, um gemeinsam über die Frage nachzudenken, wie wir in Zukunft leben wollen?
Klimaschutz ist gleichermaßen eine globale wie lokale Herausforderung. Wir setzen ihn an unserer Schule mit dem Dreiklang „Erklären – Einsparen – Erzeugen“ um.

Erklären: Wir gehen davon aus, dass Menschen sich besonders dann für den Klimaschutz engagieren, wenn sie umfassend über den Klimawandel und um die Möglichkeiten des Klimaschutzes Bescheid wissen. Deshalb haben wir eine Wanderausstellung „Klimawandel zum Anfassen“ mit 40 Stationen konzipiert. Infotafeln, Anschauungsobjekte und Experimente machen den Klimawandel begreifbar. Nächste Station der Wanderausstellung: FPGZ Neubau, 15. - 18. Juli 2013.
Darüber hinaus hat die Klima AG im Rahmen der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg für Recycling und Müllvermeidung geworben. Eine Müllpyramide, bestehend aus Müll, der in vier Tagen in der Schule angefallen ist, veranschaulichte die Abfallberge, die täglich am FPGZ entstehen. Althandys werden seitdem im Nebenraum des Aufenthaltsraumes gesammelt.

Einsparen: Am besten für den Klimaschutz ist die Energie, die nicht verbraucht wird. Deshalb wollen wir den Energieverbrauch an unserer Schule und in unserem Umfeld reduzieren. Um das zu erreichen, haben die Schüler 2010 eine Klimaschutzerklärung verabschiedet. Zudem gibt es in vielen Klassen geschulte Klimasprecher, die auf eine effiziente Energienutzung und umsichtige Belüftung der Räume während der Heizperiode achten. Darüber hinaus hat die Klima AG 2011 mehrere Fenster aus den sechziger Jahren in den Unterrichtsräumen gedämmt. Seit 2009 beteiligen wir uns zudem am Programm „Lukratives Energiesparen an Stuttgarter Schulen“ (LESS) und haben dafür im Gegenzug bereits Gelder in vierstelliger Höhe erhalten.  

Erzeugen:  Wir wollen, dass das FPGZ CO2-arme Energie erzeugt und langfristig seinen Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien deckt. 2002 haben wir die erste Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, seit Winter 2011/12 läuft eine zweite Anlage auf dem NwT-Neubau. Mit diesen beiden Anlagen verfügen wir inzwischen über eine installierte Spitzenleistung von 21,45 kW. In den Jahren von 2002 bis 2013 haben wir insgesamt 100.000 kWh elektrische Energie gewonnen und so um die 60 Tonnen CO2 eingespart.

Ausdruck unseres Engagements in Sachen Nachhaltigkeit sind die Klima AG und die Natur AG, die freitags im Wechsel unter der Leitung von Dieter Bareis stattfinden. Während die Natur AG den Schulteich pflegt, gräbt, sät, pflanzt, jätet und gießt – kurz: das FPGZ begrünt – arbeitet die Klima AG emsig daran, den Energieverbrauch und den Treibhausgasausstoß unserer Schule zu verringern. Außerdem setzt sie sich für den fairen Handel ein und verkauft mehrmals im Jahr Klimaschutzpapier und Fair-Trade-Produkte.