Schulprofil

Das Ferdinand-Porsche-Gymnasium bietet ein sprachlich-naturwissenschaftliches Profil an. Das bedeutet, dass die Schüler sich neben dem Erwerb von Englisch und Französisch bzw. Latein am Ende der Klasse 7 mit Spanisch bzw. mit NwT für ein weiteres Hauptfach ab Klasse 8 entscheiden. Daneben existieren mit dem bilingualen Zug und der Singeklasse Zusatzangebote ab Klasse 5.

Sprachenfolge
Alle Schüler beginnen an unserer Schule mit Englisch als 1. Fremdsprache. Ab Klasse 6 entscheiden sich die SchülerInnen zwischen Latein und Französisch als zweiter Fremdsprache, die beide als vierstündiges Hauptfach unterrichtet werden. Schließen die SchülerInnen im Lateinzug die 10. Klasse mit der Note 4 oder besser ab, haben sie das Latinum, einen bundeseinheitlich anerkannten Abschluss, erworben. Einen vollständigen Überblick über die derzeitigen Lateinanforderungen an den deutschen Hochschulen für ca. 120 Fächer bzw. Studiengänge können auf der Homepage des Deutschen Altphilologenverbandes (www.altphilologenverband.de) eingesehen werden.

Mit dem Eintritt in die achte Klasse kommt mit Spanisch oder Naturwissenschaft und Technik (NwT) ein weiteres vierstündiges Hauptfach hinzu. In NwT werden Themenstellungen, die sich an der Erfahrungs- und Gedankenwelt der Schüler orientieren, aus den Blickwinkeln aller Naturwissenschaften fächervernetzend betrachtet. Dabei werden die in den Basisfächern Biologie, Chemie, Physik und den Geowissenschaften erworbenen Kenntnisse vertieft und naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen vermittelt. Ein besonderes Gewicht liegt auf experimentellem und projektorientiertem Arbeiten in einem handlungsorientierten, schülerzentrierten Unterricht. Gleichermaßen werden Anwendungen naturwissenschaftlicher Erkenntnisse in der Technik und Lösungen für zunehmend komplexer werdende Problemstellungen erarbeitet.


Der bilinguale Zug
Schülerinnen und Schüler, die sich mit der Anmeldung zur 5. Klasse für die Aufnahme in den bilingualen Zug entscheiden, erhalten eine Stunde Englisch mehr als die Kinder im nicht-bilingualen Zug. Zudem proben sie im Unterricht ein englisches Theaterstück, das sie am Tag der Offenen Tür aufführen.
In Klasse 6 erhalten die Kinder mit einem propädeutischen Vorkurs für Erdkunde eine Zusatzstunde auf Englisch. In diesem Kurs werden Grundlagen geographischer Inhalte gelegt und die Methodik für den Erdkundeunterricht wird eingeübt (z.B. Beschreibung von Diagrammen).
In den Klassen 7 und 8 findet der Erdkundeunterricht auf Englisch statt. Hier erlernen die Schülerinnen und Schüler den gleichen Stoff wie die Kinder im nichtbilingualen Zug, allerdings steht ihnen dazu mehr Zeit zur Verfügung: In Klasse 7 sind es drei Wochenstunden anstelle von zwei, in Klasse 8 sind es zwei statt einer Wochenstunde.

In der 8. Klasse kommt mit Geschichte ein weiteres Fach hinzu, das auf Englisch unterrichtet wird. In der 9. Klasse werden Biologie und Geschichte auf Englisch unterrichtet, in Klasse 10 findet ausschließlich der Biologieunterricht in englischer Sprache statt.
Für alle Klassenstufen gilt: Die Funktionalität der englischen Sprache steht im Vordergrund, d.h. es geht hauptsächlich um den Inhalt, weniger um die Form, die Schüler dürfen also auch mal deutsche Worte verwenden. Ziel ist hier, dass die Schüler so viel und so frei wie möglich Englisch sprechen. Fachbegriffe werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gelernt. Vokabeltests dienen der Überprüfung des erlernten Vokabulars. Die Klassenarbeiten werden auf Englisch geschrieben: Sprachliche Fehler fallen zwar nicht ins Gewicht, der Sinn muss allerdings verständlich sein. In allen bilingual unterrichteten Fächern haben die Schülerinnen und Schüler 50 Prozent mehr Zeit.

In der Kursstufe, also in den beiden letzten Klassen vor dem Abitur, wird ein Fach als Kurs in englischer Sprache angeboten. Je nach Angebot und Nachfrage kann das ein Biologie-, Erdkunde-, Geschichts- oder Seminarkurs sein.
Ein neues, optionales Angebote im bilingualen Zug ist die Vorbereitung auf den Erwerb des Cambridge Certificate in Klasse 11 und 12. Seit dem Schuljahr 2012/13 findet jeden zweiten Freitagnachmittag ein kostenloser Vorbereitungskurs statt, der für alle interessierten Schüler offen steht. Die Schüler arbeiten mit den vorgeschriebenen Materialien. Die Prüfung selbst, die am Ende des Schuljahres stattfindet, ist kostenpflichtig, wird aber vom Verein der Freunde und Ehemaligen bezuschusst.

Interessierten und begabten Schülerinnen und Schülern steht die Debating AG offen. Hier wird nach dem Vorbild der Debatierkultur des britischen Unterhauses auf Englisch debattiert, wobei die Sprachkompetenz eine untergeordnete Rolle spielt. Ab Klasse 7 wird spielerisch begonnen, ab Klasse 8 kann an Wettbewerben in der Junior League teilgenommen werden. Ab Klasse 10 werden Wettbewerbe in der Senior League durchgeführt, die bundesweit stattfinden. Der Einstieg ist in jeder Klassenstufe ab Klasse 7 möglich.

Die Singeklasse
Bei der Anmeldung zur Klasse 5 entscheiden die Eltern, ob ihr Kind in eine Singeklasse aufgenommen werden soll. Nach Möglichkeit soll die Singeklasse eine vollständige Klasse ergeben. Ein Eignungstest findet nur statt, wenn die Zahl der Anmeldungen unsere Kapazitäten überteigt. Allerdings sollten die Kinder Spaß am Singen und Freude an der Musik mitbringen. Die Singeklasse besteht drei Jahre bis einschließlich Klasse 7. Der Musikunterricht wird in dieser Klasse ebenfalls zweistündig unterrichtet, allerdings liegt der Schwerpunkt auf der Stimmbildung. Das bedeutet, dass die Stimmen der Kinder parallel zum Musikunterricht in Klein- und Kleinstgruppen von einer ausgebildeten Gesangspädagogin geschult werden.